Nachlese zum Interoperabilitätsworkshop und zum Q1 Meeting im Universitätsklinikum Bonn

24.03.2026
Workshop „Herausforderungen in der Interoperabilität“ als thematische Einführung

Am 24. März 2026 fand im Universitätsklinikum Bonn ein Workshop der Hospitalgemeinschaft zum Thema „Herausforderungen in der Interoperabilität“ statt. Die Veranstaltung richtete sich an Mitglieder der Hospitalgemeinschaft sowie Expertinnen und Experten aus Klinik und Wissenschaft und diente als thematische Einführung in die folgenden Veranstaltungstage.

Zu Beginn berichteten Birger Asmus von den Elbe Kliniken Niedersachsen und Ajanthan Arasanayagam von den SHG Kliniken über die Umsetzung ihrer IOP-Projekte in den eigenen Einrichtungen. Sie schilderten Erfahrungen, erreichte Meilensteine, Herausforderungen bei der Integration von Interoperabilitätslösungen und Lessons Learned aus den Pilotprojekten.

Im Anschluss folgte eine Talkshow. In diesem interaktiven Format konnten auch andere teilnehmende Kliniken aktiv teilnehmen und Quizfragen zu den drei zentralen Fragestellungen beantworten: aktueller Stand der Umsetzung, mittelfristige Datenstrategie und langfristige Potenziale der CDR- und IOP-Investitionen.

Die Ergebnisse dieser Fragen wurden anschließend von Prof. Dr. Martin Staemmler fachlich eingeordnet und kommentiert. Zudem ergänzten die Projektleiter der eingesetzten Produkte praxisnahes Feedback, erläuterten Gründe für Verzögerungen und gaben konkrete Empfehlungen, wie Herausforderungen bei der Prozessumsetzung überwunden werden können.

So entstand ein praxisnaher und strategischer Austausch zwischen Kliniken und Expertinnen, der sowohl die aktuelle Umsetzung als auch die Weiterentwicklung interoperabler Strukturen beleuchtete.

 Bild: Referenten Q1 Meeting 2026– Hosp Mitglieder & Rahmenvertragspartner im Uniklinikum Bonn: Andreas Braidt, Guido Bovekamp und Axel Riemer, Rainer Heymann, Michael Schmier und Daniel Schleßmann, Oliver Groschupf, Daniela Aufermann, Raimund Marmann, Rainer Heymann, Wilfried Geerdink

 

25.03.2026

Q1-Meeting der Hospitalgemeinschaft als Auftakt

Am Vormittag des 25. März 2026 fand das Q1-Meeting der Hospitalgemeinschaft im Universitätsklinikum Bonn statt. Die Veranstaltung richtete sich an die Mitglieder der Hospitalgemeinschaft sowie die Rahmensvertragspartner aus der Industrie und bildete den inhaltlichen Auftakt der anschließenden Entscheider-Werkstatt.

Nach der Begrüßung durch Prof. Dr. Pierre-Michael Meier startete das Programm mit einer Vortragsreihe der Rahmensvertragspartner. Vertreter der Industrie, darunter Axel Riemer und Guido Bovekamp von DMI XQT, Rainer Heymann von Omninet, Oliver Groschupf von der HR Expert Group zum Thema Entgelttransparenzrichtlinie, Andreas Braidt von Synaforce sowie Wilfried Geerdink von Alphatron Medical, gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Lösungsansätze für den Klinikalltag.

Im Anschluss folgte die Q-Berichterstattung zur Digitalisierungs- und IT-Strategie aus den Einrichtungen. Raimund Marmann, IT Leiter vom Kreiskrankenhaus Saarburg, Daniela Aufermann CDO von der Vestische Caritas-Kliniken sowie Christian Wolff,  IT Leiter vom AWO APZ, digital zugeschaltet, berichteten über den aktuellen Stand, zentrale Herausforderungen und strategische Zielsetzungen in ihren Häusern.

 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Update zum MIS IT Benchmarking durch Oliver Groschupf, sowie zur Weiterentwicklung der Hosp.Do.IT Infrastruktur und Services, vorgestellt von Daniel Schleßmann, Geschäftsführer der Hosp.Do.IT Infrastruktur und Services.

Prof. Dr. Meier präsentierte darüber hinaus die Vorschläge zur Wahl des Partners des Jahres und gab einen Ausblick auf das mitgliederübergreifende Schwerpunktthema 2026:

„Automatisierung, aber sicher. Potentiale heben mit partnerschaftlich agierenden Lieferanten.“

Im Mittelpunkt standen Fragestellungen zur zunehmenden Komplexität der IT-Landschaften sowie zu den Möglichkeiten der Automatisierung durch Künstliche Intelligenz. Dies betrifft sowohl die IT selbst, beispielsweise Softwareverteilung, IT Service Management oder Helpdesk Strukturen, als auch administrative Bereiche wie HR und AD.

Diskutiert wurde, inwiefern durch bestehende Initiativen wie CDRs und IOPs zusätzliche Automatisierungspotenziale für die Medizin-IT gehoben werden können und welche Rolle gemeinschaftliche Services, etwa ein Community Helpdesk, künftig einnehmen.

Deutlich wurde, dass die steigende Anzahl an Applikationen, Schnittstellen und Anforderungen neue organisatorische und infrastrukturelle Ansätze erfordert. Die Gründung der Hosp.Do.IT Infrastruktur und Services im Jahr 2024 wurde in diesem Zusammenhang als konsequenter Schritt hervorgehoben.

Die Ergebnisse des Q1-Meetings bildeten eine wichtige inhaltliche Grundlage für die anschließende Entscheider-Werkstatt.

 

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